HOAI 2013

Die Höhe der Architektenvergütung wird in der „Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen“ (HOAI) geregelt. Es handelt sich hierbei um eine Rechtsverordnung des Bundes. Nach § 7 HOAI darf unter bestimmten Voraussetzungen durch Vereinbarung auch von der HOAI abgewichen werden. Die HOAI findet übrigens auch Anwendung, wenn ein Nichtarchitekt Architektenleistungen abrechnen will.

Erbringt der Auftragnehmer Leistungen, die unter die HOAI fallen, ist diese anwendbar.

Aber: Die HOAI gilt nicht, wenn der Auftragnehmer auch andere Leistungen erbringt, die erheblich von dem den Architekten- oder Ingenieurvertrag prägenden Werkerfolg abweichen.

Beispiel: Planungsleistungen des Projektentwicklers, Projektsteuerers, Anbieters kompletter Bauleistungen wie GÜ, GU, Bauträger.

Als Daumenregel kann man sagen, dass das Architektenhonorar (bei Beauftragung aller Leistungsphasen) etwa 12% bis 15% der Baukosten bei Neubauten und 15% bis 17% bei Umbauten beträgt.

Die neue Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI 2013) wurde am 16. Juli 2013 verkündet und ist am 17. Juli 2013 in Kraft getreten.

HOAI 2013 DIN 276

Quelle: Thorben Wengert / pixelio.de

Die Gesamtstruktur der HOAI ist im Vergleich zur HOAI 2009 weitgehend unverändert geblieben. Hauptsächlich wurden die Einzelheiten neu geregelt.

Architekten und Ingenieure sollten ab sofort bei der Honorarermittlung zahlreiche Änderungen und Besonderheiten zwingend berücksichtigen.

Das Thema HOAI 2013 ist kompliziert und ist ständigen Veränderungen unterworfen. Zahlreiche Weiterbildungsangebote helfen Ihnen, die Rechtslage besser zu verstehen und Fehler in der Praxis zu vermeiden.