Kostenrahmen nach DIN 276

Nachdem in der DIN 276-1 der „ Kostenrahmen “ neu hinzugefügt wurde, ist eine zusätzliche Kostenermittlung in dem Planungsablauf zu berücksichtigen. Diese Kostenermittlung ist zwangsläufig in der Leistungsphase (LP) 1 zu erbringen, da in der LP 2 nach der HOAI bereits die Kostenschätzung implementiert ist. In der LP 1 ist eine Planung, die einer Kostenermittlung zu Grunde gelegt werden könnte, noch nicht als Grundleistung abgefordert. Eine Kostenermittlung nach Gebäudeelementen ist damit nur bedingt möglich und wäre zudem auch zu aufwendig und nicht maßstabsgerecht. So muss hier eine andere Kostenermittlungsmethode gefunden werden.

Ermittlung der Kosten über die Grundflächen und Rauminhalte DIN 276

Der gängigste Weg ist die Ermittlung der Kosten über die Grundflächen und Rauminhalte nach DIN 277. In den Bereichen Umbau und Modernisierung ist ein anderer Ansatz auch nur schwer vorstellbar, da hier die Kosten im Zusammenhang mit der bestehenden Bausubstanz unabhängig von der späteren Nutzung bewertet werden müssen.

Für die Kostenermittlung sind die Kostenkennwerte bezogen auf die Bruttogeschossfläche (BGF), Nutzfläche (NF) oder den Bruttorauminhalt (BRI) anhand von Vergleichsprojekten festzulegen. Eines der bekanntesten Hilfsmittel hierfür ist das Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern (BKI). Die beste Vergleichsmöglichkeit erreicht man allerdings über die Auswertung eigener Projekte, da man hier die qualitative Bewertung der Baumaßnahmen besser berücksichtigen kann.

Klärung der Aufgabenstellung DIN 276

Eine andere Ermittlungsmethode ergibt sich aus den Inhalten der LP1. Hier ist die „Klärung der Aufgabenstellung“ (vgl. Anl.11 zu §§ 33 und 38 HOAI) gemeint, mit der die Rahmenbedingungen für jedwedes Projekt festgelegt werden und dadurch projektspezifische Kennzahlen entwickelt werden können.

Diese können beispielsweise die Anzahl der Parkplätze beim Bau eines Parkhauses, die Anzahl der Betten bei einem Hotel oder die Anzahl der Arbeitsplätze bei einem Bürogebäude sein. Sobald diese nutzungsbezogenen Mengen dann mit Kostenkennwerten aus Vergleichsprojekten hinterlegt werden, kann man schnell und einfach eine Kostenaussage treffen und den Projektspezifika anpassen.