Kostenschätzung nach DIN 276

Die HOAI sieht sowohl für den Architekten, als auch für die Fachplaner die Erstellung einer Kostenschätzung nach DIN 276 auf Basis der Ergebnisse (keine planungsbegleitende Erstellung!) der Vorentwurfsplanung vor.

Erstellung der Kostenschätzung

Für die Erstellung der Kostenschätzung empfiehlt sich die Methode nach „Gebäudeelementen“ wobei für gleichartige Elemente (z.B. Innenwände) differenziertere Kostenkennwerte (z.B. Bürotrennwand, Flurtrennwand, etc.) zu bilden sind. Bei Bedarf (Genauigkeit, Nachvollziehbarkeit, etc.) kann jedoch bereits in dieser Projektphase eine Ermittlung über Kostenelemente erfolgen.

Die erforderliche Struktur bzw. Gliederung der Kostenschätzung nach DIN 276 ist detailliert durch das Kostencontrolling (nach Abstimmung mit dem Bauherrn/Investor) vorzugeben.

Bereits während der Vorplanung haben für wesentliche Konstruktionen (z.B. Tragwerk, Gründung, etc.), Qualitäten (z.B. Hohlraumboden, Wandbekleidung, Bodenbelag, etc.) und Technische Systeme (z.B. Klimatisierung, Heizung/Kühlung, Fassade, etc.) verbindliche Vorgaben durch den Architekten bzw. die Fachplaner zu erfolgen.

Ebenfalls bereits in der Vorplanungsphase ist der Leistungsumfang der „Baukonstruktiven Einbauten“ (KG 370), der „Einbauten in Außenanlagen“ (KG 530), der „Ausstattung“ (KG 610), sowie der „Kunst“ (KG 620) mit dem Bauherrn, dem Nutzer sowie dem Architekten bzw. den Fachplanern abzustimmen und in der Kostenschätzung nach DIN 276 zu berücksichtigen.

Kosten für „Architekten- und Ingenieurleistungen“

Kosten für „Architekten- und Ingenieurleistungen“ (KG 730) sind entsprechend der berechneten Herstellkosten (anrechenbare Kosten) zu ermitteln. Ansätze für „Bauherrenleistungen“ (KG 710), „Vorbereitung Objektplanung“ (KG 720), „Kunst“ (KG 750) und „Finanzierung“ (KG 760) sind entsprechend bereits beauftragter Leistungen bzw. pauschal anzusetzen und mit dem Bauherrn abzustimmen. Für „Allgemeine Baunebenkosten“ (KG 770) ist ein prozentualer Ansatz (z.B. 2,5 % der Summe der KG 300, 400 und 500) in die Kostenschätzung aufzunehmen.